Die Möglichkeit, sich mit Glücksspielen zu unterhalten, bringt für viele Menschen Freude. Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, dass Glücksspiele ein Risiko bergen. Diese Seite gibt dir Informationen, wie du selbstbestimmt spielen kannst, woran du erkennst, dass Spielen zu einem Problem werden könnte, und wo du in der Schweiz Unterstützung findest.
Wann wird Spielen zum Problem?
Es ist normal, gelegentlich zu spielen und dabei auch Geld einzusetzen. Wenn Spielen jedoch beginnt, dein Leben zu beeinflussen, solltest du innehalten und reflektieren. Manche Anzeichen deuten darauf hin, dass Spielen an Bedeutung gewinnt: Du denkst häufiger an Glücksspiele, auch wenn du gerade nicht spielst. Du benötigst immer höhere Einsätze, um dieselbe Spannung zu erleben. Du versuchst, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen. Du verheimlicht dein Spielen vor Familie oder Freunden oder machst Aussagen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Du spielst, um Sorgen, Stress oder negative Gefühle zu vergessen. Du hast finanzielle Schwierigkeiten oder schuldest jemandem Geld wegen des Spielens. Du kannst nicht aufhören, auch wenn du es versuchst.
Diese Signale erkennen auch Angehörige: Plötzliche finanzielle Probleme, Rückzug aus dem sozialen Umfeld oder Stimmungsschwankungen können darauf hindeuten, dass Spielen zur Belastung wird.
Selbstschutz beim Spielen
Bevor du spielst, sollte dir bewusst sein, dass du nur Geld einsetzt, dessen Verlust du verkraften kannst. Moderne Glücksspielplattformen bieten mehrere Instrumente, mit denen du die Kontrolle behältst. Du kannst Limits für Einzahlungen setzen, um dein wöchentliches oder monatliches Budget zu begrenzen. Zeitlimits helfen dir, deine Spielsitzungen bewusst zu steuern. Die Möglichkeit der Selbstsperre ermöglicht es dir, dich selbst vom Spielen auszuschließen, wenn du merkst, dass es problematisch wird. Einige Plattformen bieten auch Verlustlimits an, um dein finanzielles Risiko zu minimieren.
Zusätzlich funktioniert in der Schweiz das System der Spielsperre: Wenn du dich von allen lizenzierten Glücksspielanbietern ausschließen möchtest, kannst du dich in diesen zentralen Register eintragen lassen. Das ist ein wichtiges Instrument, wenn der Selbstschutz nicht mehr ausreicht.
Hilfe und Beratung in der Schweiz
Solltest du feststellen, dass du oder jemand aus deinem Umfeld Probleme mit Glücksspiel hat, gibt es spezialisierte Angebote in der Schweiz. Die nationale Spielsucht-Hotline erreichst du rund um die Uhr kostenfrei unter der Nummer 0800 040 080. Hier arbeiten Fachleute, die deine Situation verstehen und konkrete Lösungsansätze anbieten können. Online-Beratung und Informationen findest du auf der Website von SoS-Spielsucht.
Wenn du einfach nur sprechen möchtest oder dich überfordert fühlst, hilft auch die Dargebotene Hand unter der Nummer 143 – ein kostenloses, anonymes Gesprächsangebot rund um die Uhr.
Sucht Schweiz ist die nationale Fachorganisation für Suchtprävention und bietet umfassende Informationen, Beratung und Unterstützung zu allen Fragen der Glücksspielsucht.
Die Kantone haben zudem die Verpflichtung, Mittel für Prävention und Behandlung von Glücksspielsucht bereitzustellen. In vielen Regionen gibt es zusätzliche lokale Beratungsstellen, die dir helfen können.
Wichtig: Die Suche nach Hilfe ist ein Zeichen von Stärke und Selbstverantwortung, nicht von Schwäche. Es ist nie zu spät, den ersten Schritt zu machen.
